Die Beat Welle bricht herein
Die Beat Welle erreichte auch andere Länder, zum Beispiel Frankreich und nicht zuletzt die DDR. Hier war das Echo auf die Beatwelle von Anfang an geteilt. Zuerst standen die Verantwortlichen im Partei- und Staatsapparat dieser neuen Musik durchaus positiv gegenüber und sahen in ihr eine fortschrittliche und progressive Bewegung. Dieses Bild wandelte sich jedoch mit der Zeit. Die Funktionäre entdeckten in der Beatmusik immer häufiger angeblich dem Sozialismus feindlich gesinnte und für die Jugend schädliche Tendenzen.Anhänger der Beatbewegung wurden als gewaltbereicht, rebellisch und faul dargestellt, was so gar nicht in das Wunschbild von der sozialistischen Jugend passte. Nachdem es im Anschluss an ein Rolling-Stones-Konzert am 15. September 1965 in Westberlin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam, sahen sich die Funktionäre in ihren Einschätzungen bestätigt, griffen von nun an hart durch und verboten fast alle DDR-Beatbands. Besonders brutal war das Vorgehen in Leipzig. Hier kam es am 31. Oktober 1965 zu einer Protestdemonstration, der so genannten Beatdemo. Diese wurde von der Stasi und der Volkspolizei brutal aufgelöst, insgesamt 264 Personen wurden verhaftet und teilweise in Arbeitslager gesteckt.
Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre ging die Beatmusik allmählich in die Rockmusik über. Auch hier war der Protest, zum Beispiel gegen den Vietnamkrieg, ein bleibendes Thema.
In jüngster Zeit wurden im Rahmen einer Retrowelle Elemente der Beatmusik von verschiedenen Bands aufgegriffen. Bedeutende Vertreter dieses Trends sind The Libertines, The White Stripes und The Hives.